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> Blackout Und Was Dann?, irgendwann kommt der Stromausfall

post Aug 5 2022, 21:44
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Salvianaut
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Das Problem ist doch, dass jeder "kleine" Stromausfall, europaweit, die Netzstabilität gefährdet.
Die Sollfrequenz von 50 Hz kommt jedes mal in Gefahr. Das Risiko eines großen Blackout ist wegen dem Mangel an Kraftwerken, die die Grundlast liefern könnten, potenziert (ich hab hier nicht alles gelesen aber auch Frankreich hat offenbar Probleme mit seinen AKWs).
Das ist wie russisches Roulette...

Der Beitrag wurde bearbeitet von Herr von Böde am Aug 5 2022, 21:47 Uhr.


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post Aug 7 2022, 19:58
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Wenn ich jetzt überflüssige Zeit habe, bastle ich einfach eine Kleinigkeit. Heute das einfache Adapterkabel Schuko-Kupplung zum direkten Einklemmen in eine Herd-Anschlußdose. Das wirkt schon ein mal Wunder für den wahrscheinlichsten Fall, dass einzelne Phasen ausfallen und man hat binnen Minuten Notstrom für die wichtigsten Geräte.

Original: https://abload.de/img/adapterherddose9jcev.jpg


Original: https://abload.de/img/herddose8ocul.jpg


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post Aug 7 2022, 21:12
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Den Adapter willst du nutzen, falls es bei einer Phase die Panzersicherung reißt ?
Weil im normalen Einfamilienhaus sollte ja eigentlich die Last halbwegs über alle Phasen verteilt angeschlossen sein (so ab den 1990ern).


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QUOTE(ju87 @ Aug 7 2022, 21:12)
Den Adapter willst du nutzen, falls es bei einer Phase die Panzersicherung reißt ?
Weil im normalen Einfamilienhaus sollte ja eigentlich die Last halbwegs über alle Phasen verteilt angeschlossen sein (so ab den 1990ern).
Die Phasen sind natürlich verteilt. Es ist aber in der Praxis häufig so, dass z.B. die Steckdosen an einer Phase und die Beleuchtung an einer anderen hängt. Die Dinger fliegen durch elektrische Heizgeräte und dafür reichen u.U. 2 Heizlüfter in einem ganzen Mehrfamilienhaus. Und natürlich fliegt immer eine zuerst. Daher gehe ich davon aus, dass dieses kleine Backup schon sehr viel bringen wird. Falls alle Phasen weg sind, dann ist es auch ok. Dann kommt halt das Stromaggregat dazu. Das ist erst mal mit Alkylatsprit für ca. 5 Stunden betankt. Dann sieht man weiter.

Ich schiebe da jetzt keine Paranoia, aber mit dem Ausfall der Kühlung wären halt viele Lebensmittel kaputt. Wertvoll sind vor allem hochwertige fertige Essen wie Sauerbraten, Gulasch, Bolognesesoße.

Wer nur von Döner und Tiefkühlpizza lebt, hat mein Problem nicht, aber der hat dann ein anderes xD


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post Aug 29 2022, 00:55
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Dass wir im Winter nicht in eine Gasmangellage laufen, sollten wir jetzt möglichst schon jede Kilowattstunde sparen, die Erdgas verbraucht. Wer direkt Erdgas verbraucht, weiß das ja. Andere Energieträger sehe ich von der Versorgungslage relativ unkritisch. Beim Strom weiß man ja nie genau, woraus er erzeugt wird, denn der kommt ja aus der Steckdose. Vor allem gilt es, Spitzenlasten zu vermeiden, denn die müssen durch Gaskraftwerke aufgebracht werden, dass das Stromnetz nicht zusammen bricht.

Spitzenlasten haben wir gewöhnlich in der beginnenden Mittagszeit, wenn die ganzen Kochherde fürs Mittagessen angeworfen werden, dann geht es runter und am frühen Abend wieder hoch. Wann man jetzt die Waschmaschine einschaltet, kann man ja recht frei wählen. Wenn die Sonne ballert und die Solarzellen jede Menge Strom liefern, ist sicher nachmittags ao ab 14:30Uhr keine ungünstige Zeit. Die spätere Nacht wie jetzt natürlich auch, wenn die Grundlast-Kraftwerke noch da sind und sonst nicht mehr viel Power gebraucht wird.

Ein solch vorausschauendes Denken kann nicht nur einen drohenden Blackout verhindern, sondern auch unsere Stromkosten senken. Denn Strom in Spitzenzeiten ist unglaublich teuer, und das bezahlen wir alle. Auch wenn wir scheinbar erst mal feste Tarife haben.
Wenn man die Spitzenlasten hoch treibt, potenziert das die Preise insgesamt, weil der teuerste Anbieter, der zur Deckung des Strombedarfs nötig ist, den aktuellen Strompreis für alle Anbieter fest legt. Das ist ein wirtschaftswissenschaftliches Prinzip (Stichwort Merit-Order), das an der Strombörse schon länger angewandt wird. In der aktuellen Situation könnte das aber aus dem Ruder laufen, weil Gaskraftwerke unglaublich teuer sind, und wenn man sie braucht, alle Anbieter diesen teuren Preis vergütet bekommen. Denn die (eigentlich billigen) Grundlastanbieter fahren in einer solchen Situation unglaubliche Gewinne ein.



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post Aug 29 2022, 14:03
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Was auch noch viel wert ist für kleinere Stromausfälle:
Evtl. vorhandene Powerbanks immer aufladen. Bekannter hatte am Wochenende keinen Saft gehabt und wäre froh gewesen, wenn die 5€ Powerbank voll gewesen wäre.


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Der angebliche "Stresstest-Strom" hat ja durchaus Defizite ergeben, die einen Blackout im Winter schon deshalb möglich machen, weil einfach nicht genügend Kraftwerksleistung da ist und auch dann nicht mehr zu gekauft werden kann. Das Wort Streßtest ist eigentlich unpassend, weil es nur Rechnermodelle sind, die Wortscase-Szenarien durch rechnen. Ein Test impliziert für mich stets eine praktische Umsetzung. Auch Habeck rechnet daher mit Blackout-Szenarien. Das wird bestimmt ein spannender Winter, der uns auf den Weg zu einer reellen Energiewende bringen kann. Mit billigem Erdgas im Überfluß für 2Cent/kWh, wie das in vergangen Wintern war, kann eine Energiewende nicht funktionieren. Nur wenn Energie knapp und teuer ist, besinnt man sich auch ernsthaft auf Alternativen.




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Die dummen Deutschen haben alleine in diesem Sommer 650000 Heizlüfter gekauft. Schon das läßt einen Blackout in sehr wahrscheinliche Bereiche rücken, sollten sie denn tatsächlich zum Einsatz kommen. Wir hatten ja nun schon einen kleinen Vorgeschmack, was Störungen in den Lieferketten bedeuten. Kein Mehl, keine Backhefe, kein Toilettenpapier, wochenlang kaum Speiseöl und das, obwohl täglich neu produziert wurde. Nach einem Blackout werden die Regale wochenlang leer bleiben. Sicher wird so schnell niemand verhungern, aber ich möchte mir in einer solchen Zeit auch nicht antun müssen, einkaufen zu gehen. Es war auch zu Beginn der Pandemie sehr entspannend, sich wochenlang ohne einen neuen Einkauf versorgen zu können. Man muß auch dafür sorgen, dass man auf Internet und Telefonie für einige Wochen vollständig verzichten kann. Denn das wird erst wieder funktionieren, wenn sich auch die Regale in den Supermärkten wieder gefüllt haben.


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Original: https://abload.de/img/stromboerse0ovi55.png

Quelle: https://www.energy-charts.info/charts/price...de&c=DE&week=39

Interessanterweise ist der Strom nicht mehr um die Mittagszeit am teuersten, wenn alle kochen, sondern morgens gegen 8 Uhr und abends gegen 19 Uhr. Das liegt daran, dass in der Mittagszeit Solaranlagen den meisten Strom liefern und die Knappheit abfedern. Das führt dazu, dass gegen 14 Uhr sogar ein kleineres Strompreistief existiert. Wenn man versucht, den Stromverbrauch möglichst in die günstigen Zeiten zu legen, verringert das die Stromkosten für alle immens und beugt Knappheiten vor und damit auch einen Blackout unwahrscheinlicher. An den Wochenenden, vor allem sonntags, gibt es in der Regel auch keine Stromknappheit.

:edit

Nachtrag zu den gesprengten Nordstream-Pipelines: Während die Spekulationen mit allen Verschwörungstheorien darüber noch lange andauern werden, können wir nun sicher sein, dass so schnell von Rußland kein Gas mehr kommt. Wir können jetzt schon darauf achten, dass wir möglichst sparen. Als Nordstream I noch lief, waren es ja angeblich nur noch 10% unseres Gasbedarfs und nach der kompletten Abschaltung füllten sich die Gasspeicher weiter und das ohne dass zu Mondpreisen Erdgas am Spotmarkt zu gekauft wurde. Dass es in den nächsten Monaten auch noch kälter wird, sollte allen klar sein. Lieber gar kein russisches Gas, als ja, nein, doch vielleicht, oder ein bißchen.

Ich denke, man kann viel besser planen, wenn man jetzt schon weiß, daß nichts mehr kommt und die Gasspeicher nicht jetzt schon bald sinnfrei leer laufen läßt, weil die Hoffnung ja zuletzt stirbt wink.gif

:edit2
Das für mich nach aktueller Lage wahrscheinlichste Motiv für eine Sabotage, hat Rußland. Den Gaskrieg haben sie uns eigentlich schon länger erklärt, indem sie ihre Verträge trotz höchster Gaspreise nicht mehr erfüllen. Dabei geht es aber nur um verbrannte Erde. Die Pipelines selbst, waren bei Betriebsdrücken um 100 bar herum auf jeden Fall selbst schon enorme Gasspeicher. Das Gas in den Röhren haben wir imho nicht bezahlt, das gehörte dem Puter, bzw. seinen Schergen wie Gazprom. Nordstream 2 hatte er schon gefüllt. Damit ist nun Ende Gelände. Faire Geschäfte sind ja für beide Seiten nicht mehr realistisch.
Bei echtem Gasnotstand mit der erfolgten Verstaatlichung der Gazprom Deutschland, hätten wir das Gas us den Röhren aber rein technisch in letzter Not noch klauen können. Selbst das von Nordstream 2. Da Puter sein Gas aber schon länger lieber abfackelt, als es zu verkaufen, passt es super ins Bild, diese für den Puter potentiellen Gasspeicher im Ausland lieber zu vernichten, dass die nicht vielleicht noch eine böse Nation zu ihrem Nutzen aussaugen kann.



Der Beitrag wurde bearbeitet von hogie am Sep 28 2022, 01:43 Uhr.


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Original: https://abload.de/img/notlichtgce7a.jpg

Wenn ich Zeit habe, bastle ich immer mal wieder etwas, was man bei Stromausfall gut gebrauchen kann. Das gibt mit einem Bleigel-Akku für viele Stunden ordentliches Licht. Es ist nur ein Schalter, Sicherung und G4-Sockel erforderlich. Spannungsregler und Verpolungsschutz sind nicht erforderlich, weil die verwendeten G4-LED Lampen das schon eingebaut haben. Sie sind ursprünglich für den Betrieb an alten Halogentrafos gedacht. Sie erreichen hohe Lichtausbeuten (2W->170lm, 3W->260lm, Energieeffizienzklasse A+) bei guter Farbwiedergabe.

Die Bleigel-Akkus kann man auch sehr einfach mit preiswerten Standardkomponenten über Solarpanels (Panel+Solarladeregler) laden. Von der Akkutechnologie sind Bleigel-Akkus zur ständigen Bereithaltung von Energie sehr gut geeignet, denn sie lieben normale Raumtemperaturen von 20-25°C und einen Ladezustand von 100%. Sie lassen sich auch gerne mit ein paar Milliampere Erhaltungsladung verwöhnen. Li-Ionen Akkus mögen genau das überhaupt nicht. Schon einmalig auf 100% voll laden, stresst sie ohne Ende.
Was die Bleigel-Akkus gar nicht mögen, sind tiefe Zyklen. Aber das passiert ja nur im absoluten Notfall und dann ist es egal. Das höhere Gewicht stört bei stationärem Einsatz nicht.

Was mir bei allen LED-Taschenlampen aufgefallen ist, die ich besitze, daß sie absoluter Schrott sind. Denn sie nutzen die Energie, die man aus den Batterien entnehmen kann, nicht einmal ansatzweise aus. LEDs haben nur einen schmalen Arbeitspunkt, bei dem sie überhaupt arbeiten. Ich würde deutlich mehr Batterien in Reihe schalten, als ich für das LED-Modul brauche und mit einem hoch effizienten Schaltregler (DC/DC-Wandler) den gewünschten Arbeitspunkt einstellen. Wenn man möglichst fette Batterien mit viel höherer Spannung als nötig nimmt und diese nur schwach belastet, kann man die gnadenlos aussaugen. Leider ist es nicht mehr möglich, einfache Alkalibatterien zu bauen, die jahrzehntelang halten. Früher war das gar kein Problem, denn da hatte man als Korrosionsschutz etwas Quecksilber verwendet, das heute verboten ist. Ich habe noch solche damals ganz gewöhnlichen Mignonzellen in meinem Taschenrechner stecken, die schon älter als 35 Jahre sind. Den Taschenrechner benutze ich täglich.



Der Beitrag wurde bearbeitet von hogie am Oct 16 2022, 03:24 Uhr.


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Ich hab hier nicht alles gelesen.
Aber ich möchte mal zu bedenken geben was ein Blackout (überregionaler deutschlanmd -oder gar europaweiter) Stromausfall wirklich bedeutet.

Es wird Tage wenn nicht Wochen brauchen die Netze wieder zu synchronisieren.
Die Helfer (Polizei, THW, Feuerwehr, sämtliche Notdienste) werden selbst Betroffene sein und sich im Zweifel zuerstmal um ihre Familien kümmern.
Die Supermärlkte werden zum Himmel stinken, von den Mastviehanlegen geht nach ein paar Tagen Seuchengefahr aus. Kühlketten fallen aus.
Nach soeinem Blackout wird die Welt eine andere sein und die Grundversorung wird nicht mal eben so wieder stehen.

Aber sieht wohl wirklich so aus als schffe man es viel schneller als ich je dachte Deiutschland in die Abhängiglkeit von IWF Knebelkridetverträgen zu bringen.

Spannende Zeiten...

Der Beitrag wurde bearbeitet von Herr von Böde am Oct 16 2022, 11:35 Uhr.


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post Oct 18 2022, 21:02
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QUOTE(Herr von Böde @ Oct 16 2022, 11:33)
Die Supermärlkte werden zum Himmel stinken, von den Mastviehanlegen geht nach ein paar Tagen Seuchengefahr aus. Kühlketten fallen aus.
Nach soeinem Blackout wird die Welt eine andere sein und die Grundversorung wird nicht mal eben so wieder stehen.

Rechne mit dem Schlimmsten, hoffe auf das Beste. Ich hoffe, dass ein echter Blackout-Fall nie eintritt. Ich hoffe, dass es bei kleineren Stromausfällen bleibt, wenn die ganzen Idioten ihre Heizlüfter einschalten, um Gas zu sparen. Auf jeden Fall ist ein Blackout inzwischen so wahrscheinlich wie nie zuvor. Das liegt nicht nur an der Energiekrise, sondern die kommt noch on-Top. Es ist bekannt, dass das Stromnetz über die Jahre hinweg, immer labiler geworden ist. Ein Maß dafür ist die Anzahl der Re-Dispatches, nämlich der aktiven Eingriffe in das Stromnetz seitens der Netzbetreiber, um es stabil zu halten. Von einst einer Handvoll pro Jahr, sind nun rund 10000 geworden. Definitiv eine Folge falscher Energiepolitik der letzten Jahrzehnte und natürlich gebremst durch unglaublich billiges Erdgas aus Rußland. Eine Erdgas-Flatrate fast für umme ist halt ein mega Bremsklotz für jede noch so energiepolitisch sinnvolle Investition. Ich stehe aktuell vor dem Problem, dass sich ab Anfang 2023 meine Strompreise mindestens verdoppeln werden. Ich rechne mit ca. 60 Cent/kWh. Ein Heizgas-Sondervertrag läuft noch bis Ende 2023 mit vermutlich 3 Cent/KWh. Theoretisch könnte ich alle wichtigen Räume sehr effizient mit Luft/Luft-Wärmepumpen durch Inverter-Klimaanlagen beheizen, aber bei dieser preislichen Distanz auf absehbare Zeit so niemals wirtschaftlich.

Bei anderen Dingen wird es einfacher sein. Ich beschaffe gerade eine Pizzaofen mit Flüssiggas. Da sind zumindest stabile Preise zu erwarten, irgendwo um 25 Cent/kWh. Denn Propan fällt nicht nur bei der Erdgasförderung an, sondern auch in den Raffinerien aus Erdöl. Es läßt sich in einfachen Druckbehältern, die ca. 30 bar aushalten müssen, ohne Energieverlust transportieren und jahrelang aufbewahren. Es ist nicht wie beim LNG (verflüssigtes Methan), das wie beim flüssigen Stickstoff nur unter permanentem Verlust bei hohen Minustemperaturen bereit gehalten werden kann.

Der Gas-Pizzaofen wird auch einen neuen Pizzastyle ergeben und schon dadurch eine Bereicherung sein. Das werde ich dann im Pizzathread posten. biggrin.gif



Der Beitrag wurde bearbeitet von hogie am Oct 18 2022, 21:10 Uhr.


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post Nov 24 2022, 02:01
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Nicht erst in der Energiekrise, sondern schon lange habe ich mir in meiner Bude einen kleinen Raum geschaffen, den ich Refugium nenne. Der klein, aber so optimiert, dass ich dort arbeiten kann, surfen, kochen und auch ggf. schlafen. Ursprünglich war das eigentlich gedacht, um die heißen Sommer gemütlich zu überleben. Inzwischen hängt in diesem kleinen Raum ein Inverter-Klimagerät mit 3.5KW Kälteleistung. Das reicht notfalls auch, um im Hochsommer auf diesem kleinen Raum einen Eisbär zu halten. Ich habe aber nur einen Schäferhund, der braucht es nicht so kalt. xD

Diesen kleinen Raum, in dem ich fast alles machen kann, kann ich natürlich auch problemlos ordentlich beheizen, sogar zu 100% mit Wärmepumpenstrom der Inverter-Klimaanlage. Außerdem fällt die Wärme vom Kochen und Backen komplett dort an, soweit das nicht stinkt (der Pizzaofen ist ausgelagert).

Man kann schon viel machen, um Energie zu sparen und einen Blackout damit unwahrscheinlicher werden zu lassen, ohne dass man dabei gleich frieren muss.

Es ist auch ein Unding, daß die Energiekrise mißbraucht wird, um überall die Preise weit über das eigentliche Maß hinaus zu erhöhen. Die Dönermafia konnte bei uns daher die Preise auf ~7 Euro und mehr erhöhen, obwohl die realen Kostensteigerungen mit ca. 80 Cent abgegolten gewesen wären. Die Leute sind aber so dumm und kaufen den Scheiß weiter und zementieren damit die überhöhten Preise für alle Ewigkeit. Die tatsächliche Inflation ist selbst gemacht. Es muß erst zum großen Knall kommen, bis sich die Leute viele Dinge wirklich nicht mehr leisten können und das Business dann völlig stagnieren wird. Dann haben wir die richtige Rezession, die niemand haben wollte. Wer mal ein bißchen Regelungstechnik gemacht hat und den "Stau aus dem Nichts" verstanden hat, der kann das sogar logisch nach vollziehen.

Denn viele Kosten sind Weltmarktpreise, die international gehandelt werden. So wird der Zuckerpreis im internationalen Handel auch wieder fallen, bloß ob der bei den Endverbrauchern ankommt, hängt von den Verbrauchern ab. Wenn sie die Kröten einfach schlucken, dann wird das so bleiben und immer noch teurer. Denn es gibt genügend, die den Hals nie voll bekommen.



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post Dec 1 2022, 02:30
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Egal was passiert, werden wir in den nächsten Jahren mit hohen Energiepreisen rechnen müssen. Das ist aber eine globale Verschiebung, die aus Not, Angebot und Nachfrage bestimmt wird. In China kann man weiterhin mit 3 Cent/KWh Strom rechnen.

Ich gehe davon aus, dass sich das mit der Zeit reguliert und wir in einiger Zeit auch mit geringeren Preisen rechnen können. Der Ausbau der erneuerbaren Energien braucht allerdings Zeit, aber wird nun auch endlich funktionieren, wenn die billige Energie aus Rußland für 2 Cent/kWh keine Alternative mehr ist.

Mein bisheriger Stromanbieter (Stadtwerke Flensburg) hat nun von 26 auf 57 cent/kWh ab 01.01.2023 erhöht. Ich habe bereits gekündigt, weil ich dort ein Generalversagen sehe. Denn zum einen gibt es ab Januar die Strompreisbremse, die Verbraucher entlasten soll, aber auch zur Selbsbedienung der Energieverorger auf Allgemeinkosten einlädt.

Wie es nach Recherchen aussieht, nutzen die Flensburger ihre eigenen (Kohle-)Kraftwerke über den Sommer so gut wie nicht, sondern kaufen den Strom an der Strombörse zu. Das erklärt den hohen Preisanstieg und die Misswirtschaft, der nun ein Ende zu bereiten ist. Kann ja sein, daß beim eigenen Kraftwerksbetrieb im Sommer viel Wärme nicht als Fernwärme genutzt werden kann und die Politik, den Strom im Sommer einfach zu kaufen, in der früheren Vergangenheit super aufgegangen ist. Aber diesen Sommer war das gewiss nicht mehr so, weil die Strompreise an der Börse teils astronomisch hoch waren. Pizza kann ich auch mit Flüssiggas backen, wenn es denn sein muss laugh.gif



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Aktuelles Datum: 9th December 2022 - 01:05
  
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